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Postlaminektomiesyndrom



Manchmal treten einige Zeit oder auch gleich nach einer Bandscheibenoperation neuerlich Schmerzen auf. Diese sind dann oft durch Nerven einengende Narbenbildungen bedingt.

Da eine neuerliche Operation zu weiteren Narben führt, kann damit meist keine Schmerzlinderung erreicht werden. Als Therapie gibt es die Anwendung der Radiofrequenztherapie und Nervenblockaden oder auch eine medikamentöse Therapie. Da es sich um eine neuropathische Schmerzform handelt, sind herkömmliche Schmerzmittel jedoch nur gering wirksam. Hierfür gibt es spezielle Medikamente aber auch, Antidepressiva, NMDA-Rezeptor-Antagonisten oder auch Ketamin eingesetzt. In schwierigen Fällen muss eine Hinterstrangstimulationssonde oder eine Schmerzpumpe implantiert werden.

Weitere Ursachen für anhaltende Schmerzen


Eine weitere sehr häufige Ursache für anhaltende Schmerzen nach einer Wirbelsäulenoperation sind Auswirkungen der im Unterbewusstsein gespeicherten Angst vor neuen Schmerzen und bestimmten Bewegungen.

Wenn ein Patient einmal so starke Schmerzen im Rücken erlebt hat, dass er sich einer Operation unterzieht, bleibt die Angst davor gespeichert. Auch wenn die Operation problemlos verlaufen und das Übel beseitigt ist, treten unmittelbar nach der Operation Wundschmerzen auf. Für das Unterbewusstsein ist das Problem aber erst bei Schmerzfreiheit gelöst und die Enttäuschung ist groß. Die Rückenmuskeln werden instinktiv dazu gebracht sich zu verkrampfen, was jede normale Bewegung unmöglich macht. Zusätzlich entsteht durch die verhärteten Muskeln neuer Schmerz. Somit kann trotz technisch erfolgreicher Operation die Erwartung des Patienten nicht erfüllt werden. Chronische Schmerzen sind vorprogrammiert.

Um dieses Problem zu bekämpfen ist zuerst eine wirklich effektive Schmerztherapie mit speziellen Medikamenten notwendig um den Patienten in einen schmerzfreien Zustand zu bringen. Sofort anschließend muss mit einer gezielten Bewegungstherapie begonnen werden um dem Unterbewusstsein zu beweisen, dass normale Bewegung auch im früher schmerzenden Gebiet möglich ist. Erst dann wird die Angst vor neuen Schmerzen besiegt und ein Postlaminektomiesyndrom erfolgreich behandelt sein.

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